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Beugungsunschärfe
aus olypedia.de, dem freien Olympus Lexikon
Wichtiger Hinweis hierzu von Franz-Manfred Schüngel:
"Der Verlauf der blauen Linie ist rein physikalisch bedingt, während der der roten Linie von Konstruktion (u. a. der Reduktion der Abbildungsfehler) und Fertigungsqualität des Objektivs abhängt".
(mit freundlicher Genehmigung von Franz-Manfred Schüngel)
Inhaltsverzeichnis |
Begriffserläuterung
Von Beugungsunschärfe (auch umgangssprachlich als "Beugung" bezeichnet) spricht man, wenn die Schärfe beim Abblenden eines Objektives ab einem "bestimmten Blendenwert nicht mehr ansteigt, sondern zurückgeht.
Begründung:
Licht wird auf einem Sensor (Film) nicht punktförmig sondern "scheibchenförmig" abgebildet. Die Größe des "Beugungsscheibchens" hängt von der Größe der eingestellten Blende ab, je größer die Blende ist, desto größer das "Beugungsscheibchen", welches abgebildet wird.
Wenn die Größe des "Beugungsscheibchens" die Größe des "Pixel Pitchs" (das ist der Abstand von einer Pixelmitte zu Pixelmitte) übersteigt, sinkt dadurch automatisch die Auflösung, die Bildqualität wird schlechter.
In der analogen Fotografie tritt dieser Effekt erst viel später auf, da die lichtempfindlichen Kristalle nicht gleichmäßig verteilt sein können, wie Pixel auf einem Sensor.
Zitate
Hierzu ein Zitat von Alfons Scholz aus dem Buch "Leica M6: Geschichte und System", Wilhelm Knapp Verlag, Düsseldorf 1988:
- "Die physikalische Grenze erreicht ein Objektiv durch die Beugung des Lichtes. Durch Öffnung jeglicher Art tritt das Licht nicht schlechthin gradlinig hindurch. Es wird um eine Winzigkeit abgelenkt, welche Winzigkeit, je kleiner die Öffnung wird, denn doch eine Größe erreicht, die sich bemerkbar macht. Unabhängig von der Bauart des Objektives ist da eine Schranke aufgerichtet, die durch keine Tricks und Kniffe umgangen werden kann. In der Kleinbildfotografie wird die Schranke ab Blende 22 spürbar. Das absolute, beugungsbedingte Auflösungsvermögen des Objektivs beträgt bei dieser Blende 65 L/mm (die genaue Zahl hängt von der Farbe des Lichtes ab), wobei diese 65 Linien gerade noch eben oder gerade eben nicht mehr aufgelöst werden. Für guten Kontrast ist etwa die Hälfte des Wertes anzusetzen. Auf einer Vergrößerung 18 x 24 cm hätten wir demzufolge eine anständige Auflösung von ca. 5 L/mm (sofern das gesamte Negativformat ausgenutzt wird). Das ist ungefähr die Bedingung für ein scharfes Bild. Blendet man weiter ab, geht die Auflösung zurück. Hier, wie gesagt, kommen die Objektive physikalisch an ihr Ende. Weder Leitz noch Zeiss noch sonstwer kann dagegen etwas tun."
Beugungsunschärfe und Cropfaktor
Das E-System z.B. hat durch den Cropfaktor 2 bedingt, eine doppelt so hohe Tiefenschärfe gegenüber dem Kleinbild-Format (d.h. Blende 2 an einer E-3 hat die Tiefenschärfe einer Blende 4 an einer Canon EOS 1Ds Mark III). Demzufolge entspricht die begrenzte Blende 11,1, bei Cropfaktor 2 einer Blende 22,2 an Kleinbild.
Anmerkung vom 1.7.2009:
Leider stimmt diese Regel im Makrobereich nicht ganz genau, (für Abbildungsmaßstäbe gegen 1:10 stimmt sie noch eher als gegen 1:1), aber immerhin recht grob näherungsweise. Leider wird das Cropfaktor-Format hierbei ein wenig bevorteilt, das heißt die begrenzte Blende 11,1 bei Cropfaktor 2 entspricht nicht ganz einer Blende 22,2 an KB, im Makrobereich, sondern ein wenig weniger.
Sensor-Formate und Beugungsunschärfe
Chip Formate
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Zusammenhang
Interne VerweiseWeblinks |